Kessel und Züger Architekten

Bauhaus

Dessau

Mehrere Teile der Ausstellung im Bauhaus, seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe, werden überarbeitet.
Nicht die Musealisierung, sondern die Erfahrbarkeit der damals bahnbrechenden Qualitäten steht im Vordergrund: Der fließende Raum (verglaste Gebäudeecke) sowie die asymmetrische Komposition des Hauses (dynamische Raumwahrnehmung). Die Ausstellung legt vier Zugänge: Die Symbolische mittels einer umlaufenden Spur von Zitaten auf Wänden und Brüstungen, die die damaligen Versprechen offenbaren: Der Mythos des Neuen; der fließende Raum; die Leichtigkeit. Zum Zweiten die Vorstellung der Ikone als Gebäudemodell, dessen Funktion, Konstruktion sowie Blickbeziehungen in Animationen vermittelt werden. Als Drittes erfolgt eine Erzählung als „Bauhaus von unten“ mit Stuhl-Prototypen von Studierenden, die Einblick in die Prozesse der Schule bieten. Als Viertes soll die Geschichte der Institution als „Bauhaus von oben“ in Form von Tapeten erfolgen, als Referenz auf die Bauhaus-Tapete als erfolgreiches Serienprodukt.

Wettbewerb, 2. Preis, nicht realisiert, Fläche: 540 m², Leistungsphasen: 2
Entwurf: 10.2012 – 12.2012
Auftraggeber: Stiftung Bauhaus Dessau
Team: Florian Kessel, Roland Züger, Hansjakob Fehr (Grafik), Torsten Rosinsky, Elephantgreen (Bilder)