Kessel und Züger Architekten

Schlossplatz

Berlin

Ein Feld aus 125 Lichtmasten verleiht dem ehemaligen Schlossplatz im Herzen Berlins nach dem Abriss des Palasts der Republik wieder Kontur und Struktur. Das Lichtfeld besetzt die Brache und überspannt nahtlos die heterogenen Überreste von Schloss und Palast, von Neubau, Abriss und Zwischennutzung. Die Widersprüchlichkeit, Rohheit und Unfertigkeit des Ortes sollen akzeptiert und die bestehende Oberfläche nicht verändert werden. Die Platzgestaltung legt die Art der Nutzung nicht fest, sondern erlaubt unterschiedliche und selbst nicht vorhergesehene Aktivitäten. Eine interaktive Steuerung des Leuchtenfeldes erfolgt in Abhängigkeit lokaler Faktoren oder dient der Visualisierung externer Informationen. Das Mastenfeld erlaubt eine flexible Anpassung an die zukünftigen Ausgrabung, den U-Bahn-Bau und die Erstellung einer Infobox.

Wettbewerb, 2. Preis, nicht realisiert, Fläche: 50.000 m², Leistungsphasen: 2
Entwurf: 05.2006 – 08.2006
Team: Florian Kessel, Philipp Misselwitz, Philipp Oswalt, Klaus Overmeyer

Publikation:
Süddeutsche Zeitung 26.09.2006 Feuilleton: Gras über die Geschichte: Der Wettbewerb für die Begrünung des Berliner Schlossplatzes, wfg